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Ob auf Smartphone, Konsole oder PC: Kinder lieben digitale Spiele. Mehr als die Hälfte der 6- bis 13-Jährigen Kinder spielt täglich oder mindestens einmal pro Woche, bei den beliebtesten Freizeitaktivitäten liegt Gaming hinter Fernsehen auf Platz 6 (vgl. KIM-Studie 2022).
Die Möglichkeit, in andere Welten einzutauchen und in verschiedene Rollen zu schlüpfen fasziniert (nicht nur!) Kinder. Um nachvollziehen zu können, was Kinder an den Spielewelten gefällt, sollten Eltern sich mit ihren Kindern austauschen, das Lieblingsspiel erklären lassen und es gemeinsam ausprobieren. Dabei wird schnell deutlich, wieviel Kreativität und Aktivität viele Spiele erfordern.

Aber was macht denn überhaupt ein gutes Spiel aus?
Die Sorge, dass Kinder mit problematischen Inhalten konfrontiert werden könnten, ist nicht immer unbegründet, allerdings gibt es durchaus auch qualitativ hochwertige Spiele. Wie auch für die Nutzung anderer Medieninhalte gilt für das Gamen: Eltern sollten sich über das Angebot informieren, bewusst auswählen, altersgemäß begleiten und natürlich Regeln und Zeiten vereinbaren.
Informationen rund ums Gamen, Auswahl- und Orientierungshilfen gibt es hier:

Games für Kinder: Das müssen Eltern wissen
SCHAU HIN-Dossier mit Grundlagenwissen, Informationen zu Sicherheit & Risiken, Tipps & Regeln sowie Studien.

www.klicksafe.de/digitale-spiele
Klicksafe hat in Zusammenarbeit mit dem Spielratgeber NRW Risiken und Probleme sowie Erziehungstipps für Eltern zusammengestellt. Die Informationen könne auch als Broschüre bestellt oder heruntergeladen werden.

spieleratgeber-nrw.de
Der Spieleratgeber-NRW beurteilt Games nach pädagogischen Kriterien. Die Suchfunktion ist nach Plattformen, Alter und Genres gefiltert. Außerdem gibt es eine Ratgeber-Rubrik.

www.spielbar.de
Die Plattform der Bundeszentrale für politische Bildung erstellt pädagogische Beurteilungen zu aktuell erhältlichen Games. Ergänzend liefert ein umfangreiches Glossar Erläuterungen zu vielen Gaming-Begriffen von Account über Patch bis zu X-Box.

www.klicksafe.de/materialien/faszination-fortnite-battle-royale
Hier kommen Jugendliche selbst zu Wort: Das Trendspiel Fortnite wird vorgestellt, das von vielen Kindern und Jugendlichen auf unterschiedlichsten Plattformen gespielt wird. Passend dazu der informative Fortnite-Flyer von Klicksafe

www.klicksafe.de/materialien/quiz-zum-thema-in-game-kaeufe
In dem von Jugendlichen erstellten Quiz können Kinder und Erwachsene ihr Wissen rund um das Thema „In-Game-Käufe“ testen.

www.klicksafe.de/materialien/klicksafe-fragt-9-wie-sicher-ist-roblox-fuer-kinder
In dem Podcast erläutert Judith Eckart von jugendschutz.net, welche Sicherheitsvorkehrungen es bei Roblox gibt und wie gut sie funktionieren. Ergänzend gibt es weiterführende Links zur beliebten Online-Plattform Roblox.

War gerade noch Huggy Wuggy ein großes Thema in den Kitas und Kinderzimmern, so sind es jetzt die Rainbow Friends und davor war es Squid game oder der Gamemaster … Grusel-Puppen, Videospiele, Kettenbriefe, Gewaltszenen … immer wieder begegnen Kindern auch angsteinflößende Figuren und Medieninhalte, die sie gruseln & überfordern!
Rainbow Friends ist eines der neusten Spiele auf der kostenlosen Online-Plattform Roblox, auf der Spieler/-innen ihre eigenen Welten und Szenarien erschaffen können (Sandbox-Prinzip). Optisch erinnert die Gestaltung der Spiele an „LEGO“ oder „Minecraft“. Sie sind vor allem bei Kindern beliebt und die Industrie hat bereits die entsprechenden Stofftiere der Monster auf den Markt gebracht.
Der Spieltitel Rainbow Friends lässt ein harmloses Spielerlebnis vermuten. Allerdings handelt die sich dahinter verbergende Geschichte, die als Horror-Game eingestuft werden kann, von einer Gruppe Spielerinnen und Spielern, die sich in einem verlassenen Freizeitpark bei Nacht gegen die Rainbow-Monster durchsetzen müssen. Eine offizielle Altersfreigabe gibt es bisher nicht. Die zugrundeliegende Plattform Roblox wird vom Spieleratgeber NRW und spielbar.de ab einem Alter von 12 Jahren empfohlen.

Wie können Eltern und Fachkräfte damit umgehen, wenn sie merken, dass die Kinder sich mit solchen Medienfiguren und -inhalten beschäftigen? Muss man jedes Mal neu recherchieren, was zu tun ist? Ja und nein! Natürlich sollten Eltern und Fachkräfte sich informieren, mit welcher Figur / welchem Inhalt sie es zu tun haben.
Der Blickwechsel hat verschiedene Infoboards für Eltern und Fachkräfte zusammengestellt. Auf dem Infoboard für Eltern sind hilfreiche Links und Informationen auch zu den Rainbow Friends, Huggy Wuggy & Co zusammen gestellt.

Aber unabhängig vom jeweiligen Medienphänomen können Eltern & Fachkräfte folgende Medienerziehungs-Tipps berücksichtigen:

  • Fragen Sie die Kinder offen und interessiert, was genau sie gesehen / gehört / gespielt haben, was sie dazu beschäftigt und vielleicht ängstigt.
  • Nehmen Sie die Ängste der Kinder ernst, geben Sie ihnen Trost und Sicherheit.
  • Informieren Sie sich über das jeweilige Medien-Phänomen auf medienpädagogischen Informationsportalen, um die Inhalte einordnen und so die Kinder besser unterstützen zu können. Eine Zusammenstellung hilfreicher Links finden Sie hier oberhalb von diesem Beitrag.
  • Kaufen Sie nicht unhinterfragt aktuelle Medienfiguren, ohne zu wissen, welcher Inhalt sich dahinter verbirgt.
  • Bleiben Sie mit Ihren Kindern im Gespräch! Verbieten Sie nicht einfach, denn das schafft Heimlichkeiten und verbaut den Weg des Austausches.
  • Nutzen Sie gerade im Kindergarten- und frühen Grundschulalter Medien gemeinsam, dann wissen Sie, was die Kinder beschäftigt. YouTube ist kein Babysitter!
  • Treffen Sie Regeln & Absprachen. Der Mediennutzungsvertrag ist dabei eine gute Hilfestellung.
  • YouTube Kids oder ein Google Family Link bzw. Apples Kindersicherung sind keine Garant dafür, dass Kinder keine problematischen Inhalte mehr konsumieren können, aber sie sollten flankierend genutzt werden! Medien-kindersicher.de hilft bei der Einrichtung der passenden Sicherheitseinstellungen.

Weihnachten steht vor der Tür und damit alle Jahre wieder die Frage: Liegt dieses Jahr das heißersehnte Smartphone unterm Weihnachtsbaum? Ein Tablet oder eine Konsole? … ? Ein Streaming-Abo oder eine DVD? Welche Filme sind für welches Alter geeignet?
Ein paar Tipps zur medialen Bescherung:

→ INTERNET-ABC-Themenspecial: Digitale Weihnachtsgeschenke für Kinder?!
→ KLICKSAFE-Special: Smartphone unterm Weihnachtsbaum?
→ SAFERINTERNET.AT: Ein Handy unterm Weihnachtsbaum
→ STIFTUNG LESEN: Thematische Leseempfehlungen, z.B.:
Medienempfehlungen: Oh, du fröhliche Lesezeit
→ KINDERFILMWELT: Kinderfilme zum Weihnachtsfest

Aus der Werbung auf die Wunschzettel unter den Baum! So versprechen es sich viele Werbetreibende für die Weihnachtszeit. Werbung finden wir überall: bunte Prospekte in der Morgenzeitung, Monitore in der U-Bahn und Plakatwände auf dem Weg in den Kindergarten, Werbeclips im Fernsehen und vor YouTube-Videos, Anzeigen in den Sozialen Medien und auch in Kreativ-Apps, die mit Kindern genutzt werden können, wird Werbung geschaltet. Bunt, ansprechend und je nach Medium eingängige Meldodien oder Reime – oftmals verknüpft mit ihren Medienheldinnen und -helden: Kinder finden´s super! Sie erkennen die bunten, ansprechenden Anzeigen und Videos nicht als Werbung und können die Absichten nicht durchschauen. Deshalb macht es Sinn, mit Kindern Werbung zum Thema zu machen!

Hintergrundwissen und methodische Anregungen, um mit Kindern kreativ und konstruktiv das Thema zu bearbeiten, gibt es hier:

Mit einem Adventskalender die Zeit bis Weihnachten verschönern, jeden Tag ein Türchen öffnen: Ob gebastelt, gekauft, online oder als App, mit Bildchen, Süßem, Spielzeug oder Gutscheinen – Adventskalender faszinieren und erfreuen jung und alt. Wir haben passend zur bevorstehenden Adventszeit einige digitale Varianten rausgesucht:

24 Impulse zur kreativen Medienbildung hat der Blickwechsel e.V. in einem digitalen Adventskalender zusammengestellt. Täglich gibt es ein Türchen mit Impulsen, die Anregungen für die Medienbildung bieteten – ob in der Arbeit mit Fachkräften, Eltern, Kindern oder Jugendlichen.

Der digitale Lese-Adventskalender der Akademie für Leseförderung eignet sich für den Einsatz im Primar- sowie Sekundarbereich räumt und dem Thema “Leseförderung” auf ganz besondere Weise einen festen Platz in der Vorweihnachtszeit ein. Mit nur weinigen Klicks lässt sich dieser Kalender auf die eigene Lerngruppe abstimmen: www.alf-hannover.de/fileadmin/downloads/pdfs/lese_adventskalender.pdf

Wer Adventskalender digital selbst gestalten möchte, bekommt hier Anregungen:

„Von A bis Xmas – Adventskalender mit Buchstaben“: Da Xmas-Day auch Weihnachtstag bedeutet und der Buchstabe X an 24. Stelle des ABC steht, ist es naheliegend, Ziffern und Buchstaben zu kombinieren: https://www.kindergartenpaedagogik.de/fachartikel/bildungsbereiche-erziehungsfelder/sprache-fremdsprachen-literacy-kommunikation/2019

„Interaktiver Adventskalender“: Im digitalen Adventskalender verbirgt sich hinter jedem “Türchen” eine von den Kindern selbst gestaltete Seite mit kreativen Ideen und interaktiven Elementen: www.bibernetz.de/wws/interaktiver-adventskalender.html

Der individuelle Türchen-Kalender entsteht, indem man hinter jedem Türchen eigene Fotos und Videos oder eben kuriose Fundstücke aus dem Internet versteckt. Türchen ist kostenlos und für 1,99 auch werbefrei: tuerchen.com

Und noch mehr Anregungen, Tipps & Links liefert Stiftung Lesen mit der Medientippliste VIII – Mit Adventskalender-App, Erzählschiene und Co. durch die Weihnachtszeit
und www.zebis.ch/dossier/advent.

Weitere Adventskalender-Varianten sind z.B. hier zu finden:
www.grundschulteacher.de/der-digitale-adventskalender
www.medienwerkstatt-online.de

Natürlich darf hier auch eine Adventskalender-App hier nicht fehlen:
Fiete Christmas – Adventskalender für Kinder (kostenlos, nur für iOS)

Und Webhelm hat Medien-Challenges für die Adventszeit zusammengestellt. Die digitalen Aktivitäten machen nicht nur Spaß, sondern fördern zugleich Kreativität und Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Erziehenden: webhelm.de/medien-challenges-fuer-die-adventszeit

kinderrechte.digital

Der UN-Fachausschuss für die Rechte des Kindes hat im Februar 2021 eine allgemeine Bemerkung zu den Rechten von Kindern im digitalen Umfeld verabschiedet. Damit gelten alle Rechte, die Kindern durch die UN-Kinderrechtskonvention gewährt werden, auch im digitalen Raum. Zugang zum Internet, Informations- und Meinungsfreiheit, aber auch die Privatsphäre von Kindern und das Recht auf Schutz vor Gewalt und Missbrauch müssen künftig auch im Internet stärker geachtet werden.

In dem Beitrag Wir feiern: Kinderrechte gelten auch in der digitalen Welt! erläutert kinderrechte.digital die Hintergründe zur Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung zu den Rechten von Kindern im digitalen Umfeld.

Das Projekt Kinderschutz und Kinderrechte in der digitalen Welt – kinderrechte.digital gibt es seit 2017. Deutschland möchte damit die 2016 in Sofia verabschiedete Kinderrechte-Strategie (deshalb auch Sofia-Strategie genannt) zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention unterstützen.
Auf dem Onlineportal kinderrechte.digital heißt es einleitend:

Recht auf Bildung und Medienkompetenz
“Jedes Kind hat Anspruch auf Zugang zum Bildungssystem. Dieser muss diskriminierungsfrei und chancengleich gestaltet sein. (UN-KRK Art. 28)
Das Bildungssystem muss Kinder zu einem kompetenten Umgang mit den Chancen und Risiken der digitalisierten Lebenswelt befähigen. Kinder sollten lernen, wie sie Inhalte den eigenen Zielen und Bedürfnissen entsprechend sachkundig nutzen können, und über das Wissen verfügen, um sich in der digitalen Welt sicher und frei bewegen zu können. Eltern und pädagogische Fachkräfte sollten Kindern dabei sachkundig, verantwortungsbewusst und vertrauensvoll unterstützen.“
www.kinderrechte.digital

Wie können die Rechte von Kindern im Internet eingehalten und geschützt werden?

Die im Jahr 2018 vom Europarat veröffentlichten Leitlinien zur Achtung, zum Schutz und zur Verwirklichung der Rechte des Kindes im digitalen Umfeld beleuchten die grundlegenden Prinzipien und Rechte von Kindern im digitalen Raum und richten sich mit konkreten Maßnahmen zur Wahrung von Teilhabe- und Schutzrechten von Kindern an die einzelnen Mitgliedstaaten.

Kinderrechte einfach erklärt

Auch für Kinder selbst ist es wichtig, die eigenen Rechte im Netz zu kennen.
Die Broschüre Lerne deine Rechte im digitalen Umfeld kennen informiert Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in kindgerechter Sprache über ihre Rechte im Internet. Erläutert werden unter anderem das Recht auf digitale Teilhabe, das Recht auf Privatsphäre und den damit verbundenen Schutz persönlicher Daten, das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf Schutz vor Missbrauch und Ausbeutung. Zudem wird in der Broschüre erklärt, was Verantwortliche aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft tun und berücksichtigen müssen, um die einzelnen Rechte zu garantieren.

Gemeinsam mit dem ZDF hat das Bundesjugendministerium die Broschüre Die Rechte der Kinder. Von logo! einfach erklärt herausgegeben. Sie erklärt in gut verständlicher Sprache mit Geschichten und Bildern, was die Kinderrechtskonvention ist und was sie für Kinder und Jugendliche bedeutet.

Der Angriff Russlands auf die Ukraine ist zentrales Thema in allen Medien. Das bekommen auch Kinder mit. Wie geht man mit den Fragen und Ängsten der Kinder um? Wie viel Informationen brauchen und verkraften Kinder?
Erwachsene sollten nachfragen, was Kinder bereits wissen und daran anknüpfen. Sie sollten die Geschehnisse nicht verharmlosen, dennoch beruhigende Worte finden und auf jeden Fall im Dialog bleiben und beobachten, was die Kinder erzählen und was sie an Unterstützung benötigen.


Stiftung Lesen empfiehlt folgende Bilderbücher zum Thema:
Mit dem Bilderbuch Wie ist es, wenn es Krieg gibt? können Erwachsene mit Kindern ins Gespräch kommen. Wie es sich für ein Kind anfühlt, in ein fremdes Land zu kommen und auch dort Freunde zu finden, wird in dem Bilderbuch Zuhause kann überall sein erzählt. Und das Bilderbuch Frieden zeigt, wie vielfältig Frieden sein kann.
Wenn man gemeinsam mit Kindern zu dem Thema recherchieren möchte, unbedingt Kindersuchmaschinen nutzen, denn diese greifen nur auf kindgerechte Seiten zu.


Folgende Internetportale haben kindgerechte Informationen zusammengestellt und geben Tipps, wie man mit Kindern über den Krieg sprechen, Ängste lindern und Sicherheit geben kann:


Das Padlet zum Thema „Reden über den Krieg“ enthält eine praxiserprobte Materialsammlung dazu, wie Pädagoginnen und Pädagogen mit und ohne Migrationsbiografien das Thema Krieg, Flucht etc. aufgreifen: padlet.com/lehrer_bildung_/Wie_reden_ueber_Krieg_in_Vorbereitungsklassen


Die Initiative Das macht Schule stellt außerdem hilfreiche Links zum Thema Sprache lernen und Unterrichtsmaterial bereit: www.das-macht-schule.net/ukraine-hilfreiche-links